Es ist noch nicht allzu lange her, da flog Al Gore um den ganzen Planeten und verbreitete auf seiner selbstauferlegten Mission die Nachricht, dass es um Klima und Umwelt der Erde miserabel beschaffen sei. Doch Mr. Gore ist längst nicht der Einzige geblieben, der diese Ansicht vertritt.

Top Thema: Klimawandel

Seitdem hat die Debatte um Klimawandel und Klimaschutz einen beispiellosen Aufschwung erlebt: Ziele des Klimaschutzes werden in neuen Gesetzen festgehalten, und in der Bevölkerung hat sich ein ganz anderes Verständnis für Umweltschutz entwickelt. Menschen, die ein ökologisch bewusstes und nachhaltigeres Leben führen wollen, werden nicht länger als unrasierte Ökos in Jesuslatschen und gefilzten Klamotten wahrgenommen, sondern als Trendsetter, deren Vorbild es zu folgen gilt.

Doch der Klimawandel ist laut Aussage vieler Forscher und Experten bereits nicht mehr aufzuhalten – deshalb muss man Maßnahmen des Klimaschutzes darauf abrichten, den Schaden zukünftig so gering wie nötig halten. Dabei ist die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen bislang der Knackpunkt des Klimaschutzes und das Thema, um das es die hitzigsten Diskussionen gibt. Jeden Tag werden unvorstellbare Mengen an Treibhausgasen in die Luft gepumpt – ob industrielle oder landwirtschaftliche Produktion, Straßenverkehr oder Privathaushalte: Fast bei jeder Tätigkeit werden Treibhausgase produziert, die bekanntermaßen den Klimawandel vorantreiben.

Fakten zum Klimaschutz

Eine weitere Maßnahme im Klimaschutz ist es deshalb auch, jene Teile der Natur aufrecht zu erhalten und zu fördern, die Kohlenstoffdioxid aufnehmen – jenes Treibhausgas, das den größten Teil der Abgase ausmacht, die tagtäglich an die Umwelt abgegeben werden. Dazu gehören beispielsweise die Meere, aber auch große Wälder – vor allem die Tropenwälder –, Moore, Sümpfe und Flussgebiete. Außerdem muss die Energieversorgung weitestgehend umgestellt werden, sodass der Fokus in Zukunft auf den erneuerbaren Energien liegt, zu denen zum Beispiel Wasserkraft, Windkraft und Solarenergie gehören.

Klimaschutz (Foto: Dreblow, Polylooks)

Klimaschutz (Foto: Dreblow, Polylooks)

Die Möglichkeiten des Klimaschutzes sind zahlreich, aber teuer – weshalb immer noch Zurückhaltung auf hohen Ebenen geübt wird, wenn es um Investitionen für den Klimaschutz geht. Treibhausgase könnten durch technische Optimierungen effektiv reduziert werden, doch die Kosten dieser Erneuerungen sind schwer abzuschätzen, ebenso wie viel Verlust aus einer klimafreundlicheren Unternehmensstrategien erwachsen würden – deswegen weigern sich immer noch viele Unternehmen, einen Schritt in die umweltfreundliche Richtung zu tun. Allerdings können noch viel größere Kosten und Verluste auftreten, wenn der Klimawandel ungebremst voranschreitet. So glaubt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, dass bis zum Jahr 2050 ungefähr 200 Billionen US-Dollar an Folgeschäden gespart werden könnten, wenn ab jetzt ein effektiver Klimaschutz betrieben würde.

Aufgaben und Ziele

Eine der wichtigsten Aufgaben der Klimaschutz-Politik ist es aber immer noch, den Privatmenschen über seine Verantwortung aufzuklären. Denn ganz gleich, wie sehr sich die klugen Köpfe und politischen Führungskräfte dieser Welt die Köpfe heiß debattieren mögen, ganz gleich wie viele Kyoto-Protokolle in Zukunft unterschrieben und Emissions-Beschränkungs-Vorschriften erlassen werden – der Verbraucher spielt im Klimaschutz immer noch eine wichtige Rolle. Der Klimaschutz beginnt im eigenen Haushalt.

Wer im Haushalt Energie spart, kann immerhin 20 bis 50 Prozent des eigenen Treibhausgasausstoßen vermeiden. Ebenso, wer sich beim Konsum von Produkten aus der Rinderhaltung zurückhält – denn Rinder setzen Unmengen an Methangas frei, das zum Treibhauseffekt beiträgt. Was nicht heißt, dass zukünftig auf Milch, Butter und Käse verzichtet werden muss – aber man sollte ihn mit Vorsicht genießen.